Hotel Post | Zimmer und Ferienwohnungen
Übernachten und Urlaub in Mauterndorf

Über uns

Unklar ist, ob unser traditionelles, alt eingesessenes Haus, bereits knapp vor oder erst nach der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus erbaut wurde. Klar ist, dass es sich um ein geschichtsträchtiges Juwel handelt, dass zum Innehalten einlädt.

 
 
 
 

Ein Haus voller Familie & Geschichte(N)


Mutter Mayr, Jahrgang 1932, ist Familienoberhaupt im Hotel Post, Herz und Seele des Hauses und die Senior-Wirtin.

Mutter Mayr an ihrem Dienstort samt Arbeitsgerät - seit 66 Jahren…

Mutter Mayr an ihrem Dienstort samt Arbeitsgerät - seit 66 Jahren…

Unter ihrem Regiment werden im Akkord Bier gezapft, Schnitzel geklopft, Hotel-Zimmer gerichtet und Gäste bewirtet.

In der Saison, wenn viele Gäste da sind, ist auch viel Familie da und umgekehrt. Alle helfen zusammen. Und was Mutter Mayr mit ihren 87 Lenzen anschafft, ist in Stein gemeißelt. Auch außerhalb der Grundmauern der Post ist sie über die Ortsgrenzen hinaus bekannt, beliebt und angesehen. Ihre Herzenswärme und famosen Kochkünste sind wohl kaum einem Hotel-Gast entgangen, den sie in den letzten sieben Jahrzehnten hier bekocht und umsorgt hat.

Und wie nahm das alles seinen Anfang?

Vater und Mutter Mayr, Franz Fingerlos (Altbürgermeister) mit Sohn am Tauern, ca 1953

Vater und Mutter Mayr, Franz Fingerlos (Altbürgermeister) mit Sohn am Tauern, ca 1953

Der erste Sessellift in Obertauern
1953 ist “Mutter Mayr” aus dem Pinzgau per Ehelichung des Post-Wirts und Hoteliers Heinrich aka “Vater Mayr” in Mauterndorf gelandet. Mitten hinein in eine der vielen spannenden Zeiten die das 500 Jahre alte Haus bereits erlebt hat.

Bei ihrer ersten Christmette am 24.12.1953 war es soweit, endlich Schnee! In diesen Tagen hing das Schicksal von halb Mauterndorf an einem waghalsigen, unternehmerischen Unterfangen, das der Postwirt angezettelt hat: Der Errichtung des ersten Sessellifts am Obertauern.

Fünf Mauterndorfer (die von skeptischen Nachbarn als “Pleite AG” bezeichnet wurden) hatten sich bis über beide Ohren verschuldet. Hab und Gut (ja, auch das Hotel und die gegenüberliegenden Ferienwohnungen) wurden der Bank verpfändet, um aus alten Panzerteilen den ersten Sessellift am Obertauern zu errichten.

In jener Nacht tat einer der Männer beim Verlassen der Kirche den Ausspruch: “Es hat gschniem, jede Flockn a Schilling!“

Wer weiß, wäre Vater Mayr damals “vernünftig gewesen“, vielleicht wären die Beatles nie auf den Obertauern gekommen?! Und der Obertauern wäre heute vielleicht ein verschlafener kleiner Pass?

Vater Mayr tankt Super Shell

Vater Mayr tankt Super Shell

Die erste Tankstelle im Lungau
In den 30ern des vergangenen Jahrhunderts gab’s vom Winter-Tourismus in seiner heutigen Form noch keine Spur. Das Hotel Post diente vielen Durchreisenden über den Tauern und dem Katschberg als Zwischenherberge. Wer sich ein eigenes Automobil leisten konnte, musste tanken… Die Schell-Tankstelle wurde bis 1966 betrieben und stiftete später den Namen des Familien-Schäferhunds “Schello”.

Die Pioniergeschichten rund um das Hotel-Post gehen noch weiter zurück!

König Alfons XIII von Spanien im Postmayr-Garten

König Alfons XIII von Spanien im Postmayr-Garten

Der erste Lokus Salzburgs - Ein Detail aus 500 Jahren Hausgeschichte
Wenn man einem geschichtskundigen Onkel des Hauses glauben schenken darf - was wir bis zur dokumentierten Widerlegung gerne tun - dann war die Post Heimstätte der ersten WC-Anlage Salzburgs (ganz ohne Plumps und mit fließend Wasser)!

Dies könnte durchaus stimmen: War das Haus doch bereits im 19. Jahrhundert eine beliebte Absteige des europäischen königlichen Hochadels, aufkommender Industrieller, Politiker, Sportmagnaten und berühmter Schauspieler - da war der neueste Schnickschnack gerade recht.

Heute steht die Post nicht für die modernste Ausstattung. Ob sich eben dieser museale Lokus noch in einem stillen Örtchen des Hauses in Verwendung befindet? Wir können es nicht ausschließen!

Identitätsstiftend ist zwischenzeitlich der Erhalt der historischen Bau- und Ausstattungssubstanz über die Generationen hinweg. So hat Vater Mayr in den 70ern und 80ern so manche jahrhundertealte “Truchn” und so manchen Bauernschrank, der damals modernem Sperrholz weichen musste, vor dem Osterfeuer eines gerade umbauenden Lungauers gerettet. Wir danken ihm, dass das Hotel Post nicht in den 80ern oder 90ern rundum erneuert wurde! Wir würden beispielsweise unseren Speisesaal nie gegen eine Wellness-Landschaft eintauschen, egal welchen Datums. Im Wissen, dass nicht jeder Historisches und Authentisches zeitgemäßen Annehmlichkeiten wie Regenwalddusche oder Minibar vorzieht.

Das Haus lässt von außen erahnen, mit welcher epochalen Wucht einen 500 Jahre Hausgeschichte im Inneren erwarten: gotische Spitzbögen, barocke Schränke und Zierrat, Möbel aus dem Biedermeier, rare Bilder und Gemälde, ein ehemaliger Rittersaal, Abzeichen der Erz-verarbeitenden Gewerken in den Türen und vieles mehr.

Schon beim Eintreffen werden Sie das große "Vorhaus" mit Gewölbe, der alte Sekretär und die verschiedenen Stuben zum Staunen bringen.

Ernst - statt “Henry im Zug” - die Karte des Caterings zur Eröffnung der Murthalbahn

Ernst - statt “Henry im Zug” - die Karte des Caterings zur Eröffnung der Murthalbahn

Und wie kam die Post zum Mayr?
1893 kaufte
unser Ahnherr, der Hotelier Ernst Mayr aus Wien das „Hotel zur Post“ in Mauterndorf. Eine wichtige Anschubfinanzierung waren damals die Erlöse des Caterings für die feierliche Eröffnung der Murtalbahn am 8. Oktober 1894. Gerade recht, um das junge Unternehmen in Schwung zu bringen und in der Region bekannt zu machen. Ein Sonderzug brachte die ersten 200 Feiergäste von Leoben nach Unzmarkt.

Vor dem Ankauf durch Ernst Mayr wechselte das Haus mehrfach den Besitzer, nachdem es lange Zeit der Hauptsitz des Geschlechts der Grimming war.

Das Wappen der letzten Gewerken, der Familie Grimming, ziert heute noch das Hotel. Und das Haus steht unter dem Schutz der Haager Konvention, einem völkerrechtlichen Vertrag zum Schutz von Kulturgut.

Im ältesten Gemäuer sind sogar einige Römersteine. Die Gewölbe stammen aus dem 16. Jahrhundert und sind nach dem Umbau des ehemals gotischen Hauses entstanden.

Mehr über das Geschlecht der Grimming erfahren